Analyse

Die oberste und meist unbewusste Instanz, die „Legislative“:

Im wachen Geisteszustand befinden sich Körper und Geist im permanenten Dialog, um die Einschätzung der über die Sinneskanäle hereinkommenden Signale der Außenwelt mit dem aktuellen Körperzustand in Einklang zu bringen. Sinn und Zweck der Übung ist offenbar, ein möglichst optimal auf die aktuelle Situation des Individuums abgestimmtes Verhalten generieren zu können. Die Währung, in der die Informationen zwischen Körper und Gehirn ausgetauscht werden, sind Emotionen (auf Körperseite) bzw. Gefühle auf höheren Ebenen im Gehirn.

Der konkrete Ablauf startet z.Bsp. mit einem visuellen Reiz, der im Gehirn verarbeitet und im Abgleich mit früheren ähnlichen Erfahrungen bewertet wird. Daraufhin erfolgt eine genau abgestimmte Ausschüttung von Hormonen und Messenger Hormonen, z.Bsp. aus dem Hypothalamus, sowie eine neuronale Erregung, die über efferente Nervenbahnen in den Körper gelangt. Die daraus resultierende Veränderung des Körperzustands wird wiederum über humorale und neuronale Parameter an neuronale Systeme im limbischen System (vereinfacht dargestellt) zurück gemeldet.

Bei der weiteren Verarbeitung dieser Körperzustandsmeldungen in neuronalen Systemen „höherer Ordnung“ (z.Bsp. im präfontalen  Cortex und im Gyrus Cinguli) entsteht im Gehirn ein Gefühl. Dieses Gefühl ist Ausdruck einer Neueinschätzung der Situation durch das Gehirn und beeinflusst die weitere Verarbeitung der hereinkommenden Signale. Dann startet der emotionale Kreislauf erneut, allerdings schauen wir jetzt durch diese vorher initialisierte emotionale „Brille“. Bis hierher sprechen wir weitgehend von unbewussten Prozessen, die wir uns nur teilweise aktiv bewusst machen können.

Bewusstsein entsteht - nach dieser These eines weltbekannten Neurologen namens Antonio Damasio - durch diese im Millisekunden-Takt aufeinanderfolgenden Körperzustandsmeldungen, die im Arbeitsgedächtnis im Zusammenspiel mit sensorischen Gehirnstrukturen vorgehalten werden und uns ein Gefühl des Gefühls vermitteln: „Ich fühle also bin ich“.

Aus diesen Zusammenhängen resultiert auch das Faktum, dass der Mensch zunächst emotional reagiert und erst im nächsten Schritt sein Bewusstsein „einschalten“ kann, um sein intuitives Verhalten zu optimieren. Die genannten neurobiologischen Abläufe sind in vielen Jahrtausenden der Evolution entstanden und hatten offensichtlich das Überleben des Individuums in einer überwiegend feindlichen Umwelt zum Ziel. Daraus resultiert wohl auch die menschliche Tendenz zur emotionalen Überreaktion in alltäglichen Situationen wie Prüfungen und Diskussionen, die rein subjektiv als Gefahr im weitesten Sinne bewertet werden: Der Körper wird auf Flucht oder Kampf eingestellt und die Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen zum Gehirn wird herunter reguliert.

Während der Mensch heranwächst wird jedoch sein individuelles emotionales Verhalten weit stärker von seiner individuellen Lebenserfahrung geprägt. Wie flexibel er sich an verschiedene Lebens-Situationen anpassen kann und auch unter Druck sozial adäquat verhält, ist somit ein Zeichen emotionaler Reife.

Im Klartext:

Emotionales Verhalten ist weitgehend gelernt und kann dementsprechend mit modernen psychologischen Ansätzen bis ins hohe Alter umgelernt werden. Auf neuronaler Ebene heißt das, dass Gehirne plastisch sind und der Mensch dadurch in der Lage ist, jede denkbare Emotion mit jeder denkbaren Situation zu verknüpfen. In letzter Instanz kann der Mensch also selbst entscheiden, welche emotionale Bedeutung er einer beliebigen Situation zuschreibt. Diese emotionale Bedeutung führt zu langfristigen Entscheidungen. Umso mehr Verantwortung kommt dadurch dem bewussten Denken zu, da es eine neue emotionale Bedeutung mit der jeweiligen Situation verknüpfen kann.

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Wir vertreten bei triebwerk Personalentwicklung darüber hinaus die Auffassung, dass der Trainee simultan zur Coaching Maßnahme die entsprechenden Coaching Techniken erlernen kann, wenn er das wünscht. Dadurch entwickeln die Teilnehmer neben dem eigentlichen Ziel der Maßnahme Ihre emotionale Intelligenz und lernen auch sich und andere professionell zu coachen. 

 

 

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