Analyse

Der systemische Ansatz zum Konfliktmanagement beruht auf der These, dass die „zusammengesetzten“ Einzelteile eines Konfliktes sich qualitativ anders verhalten als die Summe dieser Teile und deshalb aus ihrem Zusammenhang heraus besser zu verstehen sind.

 

Dieses Verständnis kann - unter professioneller Anleitung - zur Konfliktlösung beitragen. Einzelteile können in diesem Zusammenhang sein:

- Beteiligte Personen

- Unterschiedliche Meinungen bzw. Überzeugungen, Werte und Ziele

- Kontext des Konfliktes (Ort, Zeit, Dauer, Hintergründe etc.)

- Welche bisherigen Lösungsansätze waren erfolglos und warum?

- Welcher „Einigungszwang“ liegt dem Konflikt zugrunde?

- Wer zahlt welchen Preis, falls es zu keiner Einigung kommt?

- Was ist das konkrete Ziel der Konfliktlösung?

- Wer kann was dazu beitragen?

- Was genau ist der nächste Schritt zur Lösung?

Um das Verständnis für den systemischen Zusammenhang bei den Parteien herzustellen, sollte zunächst bei allen Beteiligten eine gesunde Distanz zum Thema aufgebaut werden. Dazu ist die Sache bzw. Sachlösung in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen. Insbesondere hat sich regelmäßig als hilfreich erwiesen, von der gegenseitigen Schuldzuweisung Abstand zu nehmen. Auf diese Weise wird allen Beteiligten zunächst wieder ihre eigene Verantwortung zugewiesen. Dadurch erhalten sie ihre Handlungsfähigkeit zurück und können - unter professioneller Anleitung - das bisherige Konfliktritual durchbrechen.

Eine gemeinsame Lösung des Konfliktes kann im nächsten Schritt erarbeitet werden, die sich an den unterschiedlichen Interessen, Zielen, Ressourcen und Kosten unterschiedlicher Verfahren orientiert. Insbesondere für große Organisationen lohnt sich die Entwicklung eines standardisierten Konfliktmanagement Prozesses, der regelmäßig zum Einsatz kommen kann.

 

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