Analyse

Der dialektische Ansatz beruht beim Konfliktmanagement auf der Annahme, dass die gegensätzlichen Argumentationsketten der beteiligten Parteien einer vollständigen Prüfung auf logische Fehlerhaftigkeit standgehalten haben, so dass der zu Grunde liegende Widerspruch als „unvermeidlich“ zu akzeptieren ist.

Ein Konflikt besteht aber per definitionem aus widersprüchlichen Interessen, die in einem Umfeld aufeinanderprallen - egal ob privat oder beruflich - das einen „Einigungszwang“ der Parteien begründet und die Auseinandersetzung mit dem Konflikt verlangt. So muss es entsprechend dieser Philosophie zunächst immer um die gegenseitige Anerkennung des Widerspruchs „an sich“ gehen, der sich eben nicht „wegargumentieren“ lässt.

Darüber hinaus lässt sich Konfliktmanagement - aus Sicht der triebwerk Personalentwicklung - auch als einen Kampf um Anerkennung verstehen - namentlich der eigenen Person, Gruppe oder Interessen. Von diesem Axiom der gegenseitigen Anerkennung ausgehend, kann im weiteren Verlauf unter professioneller Anleitung eine Konfliktkultur geschaffen werden, die den Umgang der beteiligten Parteien miteinander und dem Konflikt professionalisiert bzw. Strukturen für dauerhafte Konfliktlösungen schafft.

So lässt sich zum Beispiel eine hierarchische Management-Struktur in einer Organisation auch als Konfliktlösungs-Struktur verstehen, die Konflikte vermeidet indem sie verschiedene - möglichst transparente -  Entscheidungsebenen schafft.

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